eHealth und Digitalisierung I 26. Februar 2020
Digitalisierung mit vitomed für eHealth
Profitieren Leistungserbringer und Patienten gleichermassen?
Digitalisierung mit vitomed für eHealth<br>Profitieren Leistungserbringer und Patienten gleichermassen?

Digitalisierung mit vitomed für eHealth

Akteure im Gesundheitswesen sind bestrebt, die Digitalisierung weiter zu treiben, zusammenfassend vor allem aufgrund folgender Motivation:



Wie unterstützt Sie Vitodata bei der Digitalisierung?

Von der vernetzten Praxis bis hin zur gerichteten Kommunikation zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern - vitomed Anwender bestimmen die erforderliche digitale Ausprägung, individuell und bedürfnisgerecht.

Lassen Sie uns die Möglichkeiten und deren Vorteile einzelner Digitalisierungsschritte anhand der folgenden zehn Beispiele aufzeigen.

1. Praxisinterne Vernetzung als Voraussetzung

Ein erster wichtiger Schritt, um von der Vernetzung zu profitieren, ist, nebst Führen einer elektronischen Krankengeschichte, die Einbindung von Medizin- und Laborgeräten in die Praxissoftware. Dies steigert einerseits die Effizienz, anderseits die Datenqualität in Ihrer medizinischen Umgebung. Anwendern der vitomed Praxissoftware stehen hierzu mehrere hundert Anbindungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Radio SRF hat hierzu einen langjährigen vitomed Anwender besucht und einen Beitrag publiziert (siehe Link am Schluss des Blogs).

2. Import von externen Laborresultaten, erhöht Datenintegrität

Analysen von externen Labors werden in vitomed «abgeholt» und die Werte automatisch ins Laborblatt des Patienten übertragen. Nebst der Zeitersparnis wird die Datenintegrität sichergestellt; dies kommt allen zu Gute, vor allem jedoch den Patienten.

3. Verordnungen und Anmeldungen automatisieren, erhöht Effizienz

Warum vorhandene Daten nicht «selber arbeiten » lassen? Die Arztpraxissoftware vitomed füllt das medForms-Formular mit den vorhandenen, strukturierten Daten selbstständig aus. Je nach Formular besteht zudem die Möglichkeit, dieses direkt elektronisch und geschützt an das jeweilige Ziel-Institut zu senden – ein weiterer Prozess, welcher die Effizienz in den Praxen steigert.

4. Monitoring entlastet Mediziner

Mithilfe von relevanten Indikatoren erkennt die Praxissoftware, welche Analysen bzw. medizinischen Messwerte mit einer Erkrankung in Verbindung stehen und alarmiert bei Überschreitung von Grenzwerten umgehend. vitomed überträgt Messresultate, Medikamente usw. direkt in den entsprechenden Monitor, beispielsweise für Diabetes, sodass die Analysedaten pro potentieller Erkrankung angezeigt werden. Bei regelmässigen Untersuchungen eine grosse Entlastung für Mediziner dank einfacher und strukturierter Dokumentation.

5. eÜberweisung für integrierte Abläufe

Dank elektronischen Überweisungen sowie Dokumentenaustauschen über etablierte Intermediäre wie z. B. MedNet von openMedical, BlueConnect von BlueCare und docbox von Visionary verbessern Sie administrative Abläufe mit weiteren Leistungserbringern markant. Konkret bedeutet dies, dass die erforderlichen Daten mit dem vitomed Dokumenten- Management-System (DMS) als Versandmappe oder einzeln über die entsprechende Anbindung interagieren. Damit sind die notwendigen Informationen jederzeit in vitomed verfügbar. Zudem sind die Voraussetzungen für die Anbindung an das geplante elektronische Patientendossier mittels Intermediären erfüllt.

6. eMediplan für durchgängige Medikation

Seit der Lancierung der aktuellsten Version der elektronischen Krankengeschichte der Ärztesoftware vitomed profitieren Anwender von den Vorzügen des eMediplans. Dieser verfolgt das Ziel, einen einheitlichen und via QR-Code lesbaren elektronischen Medikationsplan zu erstellen. Der eMediplan ist mit seinem Aufbau und Inhalt auf die Bedürfnisse der Patienten (erhöhte Sicherheit der einzunehmenden Medikamente) sowie der Gesundheitsfachpersonen (Arzneimitteltherapiesicherheit) ausgerichtet. Weitere Ausbauten am eMediplan werden an zentraler Stelle bei der IG eMediplan vorgenommen und stehen danach allen Anwendern zur Verfügung. Im Weiteren ist der eMediplan für das geplante EPD dank der Kompatibilität mit den nationalen eHealth-Standards bestens geeignet.

7. Onlinebuchung für speditive Terminvergabe

Ein zunehmendes Patientenbedürfnis ist, online freie Konsultations-Termine möglichst jederzeit und kurzfristig zu suchen, bzw. direkt zu buchen. Kurzum, in Echtzeit werden freie Termine aus der Praxisagenda ausgelesen und online für den Patienten dargestellt. Buchungsanfragen werden an die Praxis übermittelt, in die vitomed Agenda eingetragen und bei Bedarf werden automatisch elektronische Erinnerungen verschickt. Ein mögliches Fernbleiben oder verspätetes Eintreffen der Patienten wird somit auf ein Minimum reduziert. Dank den etablierten Anbindungen zwischen vitomed und den Plattformen Doctena, Medicosearch und in Kürze OneDoc, stehen Ihnen diese effizienten Tools zur Verfügung.

8. Medikamentennachbestell-Service für Patienten, entlastet MPA

Mittels diesem Service kommunizieren die Praxis und der Patient über eine Web-App, welche einerseits in vitomed und andererseits im Logistikmanagement des Distributors «Zur Rose» integriert ist. Die Kontrolle und Freigabe der bestellten Medikamente findet in der Praxis statt. Einer der Vorteile ist, dass die MPA selbst bestimmt, zu welchem Zeitpunkt die Administration der Medikamenten- Bestellung in der Praxis erfolgt. Dies wiederum schafft mehr Zeit für Patienten, da Störfaktoren wie z. B. Anrufe für Nachbestellungen von Dauermedikamenten reduziert werden.

9. Direkte Kommunikation zwischen ERPs/KIS und Praxissystem vitomed

In ambulanten/stationären «Mischbetrieben» steigt die Nachfrage nach zentralisierten Lösungen, bei denen die jeweiligen Vorteile von etablierten Systemen zum erhofften Synergieeffekt führen.

Beispielsweise ist das Management der Patientenverwaltung, die Finanzbuchhaltung sowie das Reporting der stationären sowie ambulanten Fälle in einem übergreifenden ERP-System (siehe Infobox unten) zusammenzuziehen. Dies reduziert einerseits den administrativen Aufwand (z. B. durch Verhinderung möglicher Doppelerfassungen von Patienten) und bringt anderseits Komfort für das medizinische Personal, u.a. durch Nutzung des gewohnten IT-Systems (ambulant bzw. stationär).

Konkret bedeutet dies, dass z. B. ambulante Fälle in vitomed bereits mit «Rohdaten» eröffnet werden (geliefert vom ERP-System via FHIR- HL7 Anbindung, siehe Infobox unten). Nach Abschluss der Leistungserfassung werden die strukturiert erfassten Daten umgehend an das ERP-System zurückgesendet (via ALIS Anbindung, siehe Infobox unten). Diese tief integrierten Systeme verlangen einerseits das Know-how der involvierten Entwickler, anderseits ist der Wille zu Interoperabilität der IT-System-Anbieter, im Sinne des Kunden, vorausgesetzt.

10. Sicherer Austausch von Patientendaten, Beispiel AD Swiss Plattform

Die Vitodata AG ist von einer weiteren Standardisierung der ICT-Mittel (siehe Infobox unten) im Gesundheitswesen überzeugt. Als Gründungsmitglied der AD Swiss Community tragen wir aktiv zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung von administrativen und medizinischen Prozessen bei, um das Gesundheitssystem nutzenorientiert mit zu verändern. Beispielsweise ist für die neue Zuweiser-Plattform der AD Swiss, vorerst für den Spitalverbund St.Gallen, ein durchgängiger Prozess abgebildet, welcher die Zuweisung eines Patienten von der Arztpraxis in das Spital, bis hin zum Fallabschluss inkl. Bericht, abbildet. Die Plattform bietet zudem den Vorteil einer Notifikation: Die Fortschritte des stationär behandelten Patienten können vom niedergelassenen Arzt jederzeit nachvollzogen werden.

Zusammenfassung und Ausblick

Das übergeordnete Kommunikationsziel im Behandlungspfad eines Patienten ist, Daten ohne Medienbrüche (mehrmaliges Erfassen gleicher Daten) auszutauschen. Mit vitomed steht Ihnen heute und in Zukunft das Praxisinformationssystem zur Verfügung, welches die nutzbringenden Anschlüsse in die digitale Praxis oder Klinik mit verschiedenen Akteuren im Behandlungspfad sicherstellt.

Dank eHealth und Digitalisierung wird in Praxen nachweislich die Datenintegrität, also Qualität und Zuverlässigkeit der Daten, verbessert. Dies wiederum kommt den Patienten zugute, da potentielle manuelle Übertragungswerte von z. B. Laborwerten vermieden werden.

Vitodata mit vitomed wird Anwendern auch künftig zusätzliche Möglichkeiten, wie z. B. mit CDSS (Clinical Decision Support Systems), bieten, um eHealth sinnvoll einzusetzen und somit Nutzen für Leistungserbringer und Patienten zu stiften. Übrigens: vitomed wird seit 1980 ausschliesslich von Vitodata in der Schweiz entwickelt.

Bei Fragen rund um das Thema Digitalisierung steht Ihnen Ihre Vitodata-Filiale gerne zur Verfügung.

Technische Infobox

Weiterführende Beiträge zur Vertiefung

Autor: Michael Greuter, Vitodata AG

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